Vogelstrausssvp

Veröffentlicht in SVP, Schweiz mit Tags , , , , , , , , am Mittwoch, 13. Februar, 2008 von edelweisspirat

SVP – Wenn man den Kopf in den Sand steckt, bleibt doch der Hintern zu sehen.

Die grösste Partei der Schweiz fordert seit ihrer Gründung konsequent die Ausschaffung krimineller Ausländer, den Stopp von Asyl- und IV-Missbrauch und gänzlich alles, was man gegen Ausländer nur vorbringen kann. Derweilen steigert sich die Radikalität von Jahr zu Jahr. Die „Ausländerprobleme“ sind praktisch der einzige Inhalt der SVP-Politik, der bei den bürgerlichen Wählern ankommt und deshalb werden sie ausgeschöpft bis zum Gehtnichtmehr. 1989 war die Gallionsfigur der ehemaligen Bauernpartei, Christoph Blocher, noch kein gewichtiger Politiker. Er war ein Held der Rassisten und einiger konservativen Geister minderen Intellekts. Der Rassist und Holocaust Leugner Gaston-Armand Amaudruz sagte 1989 über Christoph Blocher: „Endlich ein Systempolitiker, der die Augen aufmacht“[1]

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Die SVP-Politik beschränkt sich immer mehr auf die eine Thematik: Die Ausschaffung, härtere Strafen und Bootcamps als Lösung von Probleme, die teilweise tatsächlich bestehen. Das mag auf den ersten Blick das Richtige sein…

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Nur sollten wir mal der Frage der Ursache auf den Grund gehen, und nicht an der Oberfläche herum kratzen: Aus den Statistiken lässt sich erkennen, dass immer mehr Straftaten von jungen Ausländern begangen werden, dies wird niemand bestreiten.

Diese jungen Ausländer stammen aus Proletarier Familien. Das Schweizerische und Europäische Proletariat setzt sich praktisch nur noch aus Ausländern und Secondos zusammen. Verwenden wir also lieber den Begriff „Proletariat“, um diese gewalttätigen Jugendlichen zu beschreiben, welche die Leidtragenden der kapitalistischen Gesellschaft sind. Die Nationalität spielt eigentlich keine Rolle, denn auch wenn das Proletariat nur aus reinrassigen Eidgenossen bestehen würde, wäre eine wachsende Kriminalität zu konstatieren.

Bürgerliche Familienmitglieder haben kaum Probleme mit der Justiz. Zu geringe Einkommen, zu viele Kinder, zu kleine Wohnungen – wo das für die proletarische Familie zur Katastrophe wird, haben bürgerliche Familien immer noch belastbare Verwandtschaft, ein Sparbuch, sind kreditwürdig; sie ersticken nicht an ihrer Ratenzahlung, wenn die Väter krank sind, brechen nicht gleich zusammen, wenn die Mütter zusammenbrechen.

Die Ausschaffung, härtere Strafen und Erziehungscamps ändern an den bestehenden Verhältnissen nichts, aufgrund derer ein Jugendlicher aus der Bahn geraten ist. Nicht dass die Lehrstelle mies war, interessiert die Statistiken, sondern dass der Jugendliche sie verlassen hat. Nicht dass die Wohnung zu eng war und die Geschwisterzahl zu gross, um Hausaufgaben machen zu können, sondern dass der Jugendliche die Schule geschwänzt hat. Nicht dass er mit seinem Taschengeld nicht auskommen konnte, sondern dass er geklaut hat. Nicht dass das Mädchen keine Kleider hatte, wie es die Werbung befiehlt, sondern dass es auf den Strich gegangen ist.

Harte Strafen, Erziehungscamps und seit neuestem auch Ausschaffung sind die Degen, die Knüppel des Systems, mit dem dem proletarischen Jugendlichen eingebläut wird, dass es keinen Zweck hat, sich zu wehren, keinen Zweck, etwas anderes zu wollen, als lebenslänglich am vor dem TV zu sitzen, an untergeordneter Stelle zu arbeiten, Befehlempfänger zu sein und zu bleiben, das Maul zu halten und zu konsumieren.

Zur Diskriminierung dieser Jugendlichen gehört ihre Unglaubwürdigmachung. Das betrifft nicht nur sie, auch ihre Eltern und Freunde, ihr ganzes Volk als eine Bande von Taugenichtsen und Kriminellen. In der Klassengesellschaft ist Armut Schande, der Kriminalität benachbart. Und so wird diese Angst vor Schande ausgenutzt. Kriminalität wird bekämpft, obwohl sie grösstenteils lediglich der Nebeneffekt eines kapitalistischen Systems ist. Aber das Proletariat lässt sich nicht ausschaffen…


[1] Zit. nach Jürg Frischknecht – „Schweiz wir kommen“ Seite 257

Mr.Obama, we can’t!

Veröffentlicht in USA mit Tags , , , am Mittwoch, 6. Februar, 2008 von edelweisspirat

Um die Youtube/MTV-Generation auch noch auf Obama einzustimmen macht auf dem Netz ein Musik-Clip die Runde, von niemand geringerem als will.i.am, dem Black Eyed Peas Gründer, der schon in früheren Clips seinen Drang zu Revolutionärem offenbart hat. Aber seht selbst:

Die neue inoffizielle Wählerwerbung für den wohl attraktivsten amerikanischen Präsidentschafts-Kandidaten seit langem ist auf den ersten Blick gar nicht schlecht geraten, und auch mir kam kurz der „yes we can“ Gedanke als ich der bezaubernden Scarlett Johansson in ihre hoffnungsvollen Augen guckte. Doch halt! – wählen die Amis bald einen Martin Luther King Junior ins höchste Amt oder ist er nur wieder einer dieser Bushs im Schafspelz?

Cornflakes

Obama hat eine kräftige aber unschuldige Ausstrahlung und seine Stimme könnte wirklich aus dem reinkarnierten Sprachrohr Marthin Luther Kings entstammen. Seine Hautfarbe ist für viele Amerikaner bereits ein Grund ihn nicht zu wählen und seine muslimischen Grosseltern sind auch nicht gerade gut fürs Image.

white condo

Der aufgeklärte Mensch wird sich ab diesen Äusserlichkeiten aber nicht beeinflussen lassen und auf Obamas Inhalte achten. Herr Obama gehört zu den Demokraten, welche man in der Schweiz gerne mal mit der SP oder Genossen vergleicht. Die Demokraten haben jedoch wenig mit der europäischen Linken gemeinsam. Demokraten und Republikaner haben teilweise verschiedene Ansichten, womit nicht ihre Handlungen gemeint sind, denn diese sind deckungsgleich; sie werden von den gleichen Männern im Hintergrund bezahlt und gelenkt: Vom militärisch-industriellen Komplex und der Israellobby. Wer nun glaubt Barack sei keine Nutte der Lobbys und würde tatsächlich „Change“ bringen, der ist lediglich schlecht informiert.
Nur ein Beispiel dieses Koplexes hinter den Politmarionetten ist ein Artikel aus der Times über Tom Bernstein, einem überzeugten Neokonservativen Unterstützer Bushs im Jahre 04 (08 gehen seine Spenden natürlich an Obama). Wer sich für weitere Beweise für Obamas Opportunismus und Verlogenheit interessiert wird schnell fündig. Obama, Clinton und Bush sind Marionetten eines grossen Monstrums hinter den Kulissen der Politik. Wer also für Obama, Clinton und deren Parteigenossen stimmt, wählt einen Präsidenten ins Amt, der sich nur äusserlich vom Vorgänger unterscheidet.

hill kill ob

Amerika braucht einen Präsidenten der aufhört mit all dem Leid, dass grösstenteils seine Nation verursacht. Ein Kandidat, der folgendes sagt, ist mein Kandidat:

“Wir gehen nicht richtig mit Terrorismus um. Terrorismus gibt es seit den Anfängen der Zivilisation, und es wird ihn auch noch bei ihrem Ende geben. Wir werden mit dem Krieg gegen den Terror genauso erfolgreich sein wie mit dem Krieg gegen Drogen. Es funktioniert nicht. Was man stattdessen tun muss, ist eine Veränderung der Außenpolitik. Diese Invasion des Irak hat nur für neuen Terrorismus gesorgt. Osama Bin Laden muss sich vor Freude in seiner Decke gewälzt haben, als wir den Irak angriffen.”

Einen solchen Kandidaten gibt es doch nicht bei den Amis – doch den gibt es! Ron Paul, ein äusserst fähiger Mann, der von den Medien ausnahmslos totgeschwiegen wird. Ihm würde man ein „yes we can“ abnehmen. Ich lege Ihnen ein äusserst lesenswertes Interview ans Herz mit dem einzigen Kandidaten, der sich bereits gegen den Irakkrieg ausgesprochen hat, als Clinton und Obama noch mit Euphorie den Genozid in der Terroristennation gefordert haben.

Mr.Obama, we can’t!